13 Jahre „D&D Records“

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Yutanie heißt im bürgerlichen Leben Dirk Buczilowski. Seit 1213 Jahren betreibt er einen Plattenladen in Brandenburg. Als DJ ist er in Deutschland unterwegs. Als Produzent bringt er Platten auf den Markt, die von internationalen DJ-Stars wie Carl Cox und Monika Kruse in ihre Sets aufgenommen werden. Das Kurzinterview (2008) wurde 4:30Uhr im HdO geführt. Von Edv

1996 in der Provinz einen Plattenladen für Techno zu eröffnen hört sich ungewöhnlich an, wie kam es zu „D&D Records“?
BUCZILOWSKI: Es war eine fixe Idee. Der Schallplattenladen aber entwickelte sich schnell als Treffpunkt für Musiker und Künstler.

Kaum zu glauben, dass sich ein Plattenladen mit elektronischer Musik solange über Wasser hält. Gehören da nicht eigene Veranstaltungen dazu?
BUCZILOWSKI: Zu zehn oder zwölf Jahre „D&D Records“ organisiere ich schon mal eine Party, aber ich bin nicht „der Veranstalter“. Als DJ werde ich für Clubs und auf Festivals gebucht. Außerdem besitze ich zwei Labels und habe 22 Platten auf den Markt gebracht.

Brandenburger Technoplatten werden gekauft? Von wem denn?
BUCZILOWSKI: Ja klar, zum Beispiel von einem Teil des Publikums, das heute hier ist. Und von DJs. Von der letzten Platte waren in zwei Wochen alle 500 Stück verkauft.

Trotzdem, klingt ein Plattenladen in Brandenburg nicht wie ein abendfüllender Film für 12 Jahre…
BUCZILOWSKI: Der Plattenladen ist gleichzeitig Treffpunkt einer Community. Hier lernt man sich auch kennen, Musik und Veranstaltungen werden vorbereitet und ausgewertet. Die Brandenburg All Stars haben sich zum Beispiel im Plattenladen zusammen gefunden. Informationen zu Musiktrends, Labelgründung und Produktion können hier aus erster Hand eingeholt werden. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Und mein Beruf ist mein Hobby.

Heute wird Geburtstag gefeiert. Du legst um 8:30 Uhr auf. Was dürfen wir zum Morgengrauen erwarten?
BUCZILOWSKI: Für mich gibt es zwei klare musikalische Richtungen: Techno und House. Und seit neuem elektronische Interpretationen von klassischen Stücken, wie es Jeff Mills mit Metropolis gemacht hat. Was ich nachher auflege weiß ich nicht, das dürfte jetzt auch nicht so wichtig sein…

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