Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück

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Bundespräsident Horst Köhler tritt am 31. Mai 2010 von seinem Amt zurück. Die Verknüpfung von Wirtschaftsinteressen und militärischen Einsätzen aus Deutschland hatte er in einem Interview lediglich angedeutet – von der nur zum Beispiel jeder Einkäufer (die Breite der Gesellschaft) von Billig-Handelsketten profitiert. Von Edv

Wir leben seit Jahrzehnten-Jahrhunderten mit einem Status-Quo, der nicht nur auf fleißiges Handeln und Arbeiten zurückzuführen ist. Auch unsere Duldung und Unterstützung von Ressourcen-Kontrollen, in Regionen mit „kriegsähnlichen Zuständen“, rechtfertigt unser tägliches Brot. Dies dürften die Wenigsten bestreiten.

„Köhlers Zitat“, das seinen Rücktritt in die Wege leitete:
„Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.“

(Köhler in einem Interview des Deutschlandradio Kultur am 22. Mai 2010)

Eine Reaktion zu “Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück”

  1. Robert Kühn

    Regierung am Abgrund?

    „…dass sie…einen Leichtmatrosen ohne politische Erfahrung…in das hohe Amt gebracht haben“

    Auf welchen Feldern gibt es Politik? Innenpolitik, Finanzpolitik, Wirtschaftspolitik usw. …Claus Strunz meint zu recht, dass Köhler im Intrigenspiel der Parteien ein unbeschriebenes Blatt war.

    Auf einem anderen, eminent wichtigen Gebiet, der internationalen Finanzpolitik war Horst Köhler dank seiner Erfahrung als ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds ein Fachmann von Rang, dem niemand in Deutschland das Wasser reichen konnte.

    Köhler hat sich nie öffentlich als ausgewiesener Fachmann im internationalen Dschungel zu Wort gemeldet. Entre nous dürfte er jedoch den Finanzlaien in der Politik und den Finanzhaien bei den Banken häufig die Leviten gelesen haben. Angesichts der fortgesetzten Dummheit der Akteure wird er auch gelegentlich übers Ziel hinausgeschossen sein.

    Köhler war unbequem geworden. Er war zu klug. Deshalb ist er nach jahrelanger Geringschätzung von den Mächtigen abgeschossen worden.

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