Hungerstreik fürs Tacheles (1)

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Die Künstler und Künstlerinnen des Kunsthauses Tacheles an der Oranienburger Straße beginnen heute mit dem ersten Schritt der Aktion: Hungerstreik für Tacheles. Von Linda Cerna

Da erhebliche Bewegung in die Verhandlungen um das Tacheles gekommen ist, unter anderem auch noch kein Brief zur Eröffnung der Insolvenz über den Tacheles e.V. eingegangen ist, müssen wir davon ausgehen das die HSH Nordbank ihren Druck auf den vorläufigen Insolvenzverwalter des Tacheles e.V., Herrn Joachim Voigt Salus, eingestellt hat. Dies würde dem ersten Punkt des am Montag veröffentlichten Tacheles-Forderungskatalogs entsprechen.

Des Weiteren hat die Berliner CDU den Regierenden Bürgermeister aufgefordert die Causa Tacheles zu entscheiden und mit der HSH Nordbank über den Erwerb des Grundstücks verhandeln. Dies ist ein schöner parteiübergreifender Politikansatz.

Drittens bekundete der Kultursenat sofort mit einem Anruf seine Unterstützung, als am Dienstag das falsche Gerücht die Runde machte, Vattenfall würde den Künstlern den Strom abstellen.

Das Bundespräsidialamt beantwortete im Namen des Bundespräsidenten den Brief des Tacheles vom 16.7.2010. Am gestrigen Mittwoch hatte Tacheles umgehend ein entsprechendes Antwortschreiben an den Bundespräsidenten zurückgesendet.

Es bewegt sich also sehr schnell sehr viel, der Hungerstreik der Künstler wird daher bis zum Erlahmen der laufenden Entwicklungen ausgesetzt.

Konsum- und Hungerstreik-Fotoaktionen werden einstweilen internetbasiert intensiviert und in den Netzwerken der Künstler und solidarischen Institution verbreitet. Menschen aus aller Herren Länder werden mit Texttafeln mit Aufschriften wie „Diesen Burger kauf‘ ich nicht! – Hungerstreik für Tacheles“ oder „Heute kauf‘ ich nicht! – Konsumstreik für Tacheles“ vor Konsumörtlichkeiten beim Kauf- oder Essboykott fotografiert.

Die ersten Bilder der Aktion finden Sie unter http://super.tacheles.de/ANONYMOUS/hungerstreik_TACHELES/ Bezüglich der Bilder in hoher Auflösung sowie den Abdruck-Autorisationen wenden Sie sich bitte an: office@tacheles.de

Gleichwohl haben die Künstler des Hauses in Vorbereitung auf den Hungerstreik ein erstes Streikteam zusammengestellt. Die medizinischen und juristischen Implikationen werden zurzeit abgeklärt, sowie sichere Internetübertragungstechnik installiert.

Pressekontakt: Linda Cerna
Kunsthaus Tacheles, Oranienburger Str. 54-56a, D-10117 Berlin

Tel. +49 (0)30 28 26 185, Fax +49 (0)30 282 31 30

www.tacheles.de, office@tacheles.de

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