Kein Mensch kann sich die Welt Untertan machen

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„In Beziehung zu den Vorkommnissen in Paris [Hebdo Charlie] und Dresden [Pegida] liegt das Problem anderswo, und das ist eher bei uns, denn kein Mensch kann sich die Welt Untertan machen. Es wäre an der Zeit dies mal zu durchdenken – und den Wettbewerb aufzugeben.“ Einwürfe, gefunden in der digitalen Welt, von nurSchrec!

… aber A: War das nicht immer schon so mit den „Herr“schenden, B: ist die dauernde Politikerschelte nicht kontraproduktiv im Sinne von „man versäumt dabei selbst zu intervenieren“, und anstatt nur zu schimpfen die Politiker in die Pflicht zu nehmen? C: Ist die Energieverschwendung der dauernden Medien- und Politikerschelte nicht am wirklichen Leben und Wirtschaften vorbei? D: Sind nicht die Politiker und Journalisten genauso fehlbar und „machtlos“ wie alle anderen? Und schließlich E: Ist vielleicht alles ganz anders, und die Menschen haben eben nicht die Kontrolle über die Dinge, also: die Politik, die anscheinend naturgegebene, Gier und Neiddimension nur reproduzieren aber nicht kultivieren kann? Auf der einen Seite wollen wir alle Freiheit, auf der anderen Seite definieren wir nicht, im Rahmen eines dauernden gesellschaftlichen Diskurses, die Inhalte dieser Freiheit … solange über Pegida, Rechtsradikale, religiös Verwirrte und dergleichen nur lamentiert aber nicht konsequent dagegen, im Rahmen der Kultur der Menschen, vorgegangen wird, solange wird immer nur die brutalste Strategie und Ideologie – eben diese „Kultur der Menschen“ – sein … also Neid, Raub, Mord und Totschlag … das Problem liegt anderswo, und das ist eher bei uns, kein Mensch kann sich die Welt Untertan machen, es wäre an der Zeit dies mal zu durchdenken und den Wettbewerb, auch der Besser,- bzw Schlechterwisserei, aufzugeben.

Schaut euch doch die Schwachköpfe der AFD an, oder die Net gesteuerten Piraten oder oder oder oder … Kritik an Politikern = Ja, Politikerschelte = nein, selbst Politik machen = super … Vernunft ist kein Honigschlecken, Freunde … und viel Arbeit, was ne Schweinerei. Es gibt auch gute Politiker, das sind einfach nur meistens die, die das sagen was die Massen eben nicht hören wollen … der Satz müsste eigentlich lauten: Konsumfaschisten Eure Zeit ist definitiv abgelaufen! Egal ob Wachstums-Stimulationen bis der Südpol schmilzt oder geopolitische Intrigen und Waffengänge bis sogar Muslime anfangen Atombomben zu bauen … die christlich, westliche Marktdemokratur, die sich nur über die Armut und den Raub der anderen speiste, ist vorbei – so oder so, mit vielen Leichen oder ohne – ganz wie`s beliebt. Da wäre es doch besser anstatt auf Politiker einzudreschen, sie immer wieder beim Wort zu nehmen und anzusprechen, oder sich gar im Tagespolitischen zu engagieren, Aufstand ist Scheiße, Revolution ist verdammt viel Arbeit überhaupt, wenn sie gelingen soll …

Der Tausch zu Volkspolitikern wäre schlicht und ergreifend unmöglich, da wir als Volk („??!!“) eben nicht die ganze Tragweite von Sachfragen und den damit verbundenen Entscheidungsverpflichtungen entsprechen könnten, außerdem würde dadurch innerhalb kürzester Zeit eine Turbokorruption entstehen … es kann nicht allen recht gemacht werden, Gerechtigkeit liegt leider zu oft nur im Auge des Betrachters etc. etc., am besten wäre es jetzt mal … richtig revolutionär, die repräsentative Demokratie weiter zu pflegen und von den Einflüsterungen, einer völlig außer Rand und Band geratenen manipulierten Marktwirtschaft, zu befreien, aber damit wäre der uns allen so lieb gewordene Konsumfaschismus beendet … aber wie es aussieht, bleibt es beim alten links/rechts Schema … der Feind ist, dass man denkt es gäbe einen, so beginnt die ganze Misere immer wieder von neuem , wie wäre es mit einem Bürgerechtsführerschein? Und die Kapitalinteressen von der Parteipolitik abzukoppeln? Ditte wäre dann wohl zu kommunistisch? Oder?

Das Problem liegt in der Formulierung „des Volkes“, welches Volk eigentlich? Ein national motiviertes oder ein internationalistisch solidarisch motiviertes oder ein konsumistisch globalisiertes etc. etc., wenn wir jetzt nur die drei erst genannten mal betrachten, wäre das dann ob ihrer diametral entgegengesetzten Interessen schon Zündstoff genug für einen endlosen Weltbürgerkrieg, den wir in großen Zügen ja bereits haben … in Zeiten der elektronischen Netzen, Hochgeschwindigkeitsbahnen, Billigflieger und Welthandelsabkommen, wäre erst einmal der Begriff „Volk“ zu definieren, faktisch sind wir „nur mehr“ ein Menschenvolk, auf einem zu warm werdenden Planeten, die paar hundert Millionen Weißbrote, wie wir, sind da in der Minderheit, lutschen aber alle anderen noch aus … und das ist das Problem, unter vielen anderen … die Pegida und Friedensdeppen sollten also eher rufen „wir sind ein verschwindendes Schmarotzervolk und alle sind uns böse, aber weil wir das nicht wahrhaben wollen oder verstehen, schlagen wir einfach mal zu“ … sozialer Frieden kostet, also her mit der Marie, würd ich sagen, wenn ich aus dem Süden wäre oder ne dunkle Hautfarbe hätte!

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