Dennewitz, ein Haus in Berlin

Das Haus in Berlin gehörte dem Berliner Opernsänger Dietrich Fischer-Dieskau und wurde von einer Spandauer Hausverwaltung betreut. Die neuen Eigentümer beauftragten nach ungefähr 10 Jahren, am 1.10.2015, die KSI aus Köpenick mit der Verwaltung des Hauses. Seitdem geht es drauf und drunter, mit folgenden Protagonisten: KSI, Vorarbeiter, Arbeiter, Hausmeister. Es gab mehrfachen Diebstahl, Einbrüche und Beschimpfungen, auch von älteren Menschen. Die Hausbesitzer B. und D. vermeiden den Dialog.

Hier entsteht in chronologischer Reihenfolge eine Aufreihung der Herangehensweisen in der Kommunikation, Misstöne, Drohungen, Pfusch, Mieterhöhungen, Verdrängung und versteckter Modernisierung.

Diese Plakate wurde als erstes von der KSI abgerissen, 2016.

  • Auftakt 2015: zwei Personen sind im Hof und unterhalten sich lautstark. Auf die Begrüßung und die Frage, wer sie seien, antwortete der eine: „Wir sind die neue Hausverwaltung und kümmern uns erst einmal darum, dass Ihre Mieten hochgehen.“ Scherz. Der andere entpuppte sich als der Hausmeister, der dann später Plakate, die vor Wohnungen hingen, abriss.
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  • Der feuchte Tordurchgang wurde mit Rigipsplatten verkleidet, damit er besser aussieht.
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  • Diebstahl eines Klavieres aus einem abgesperrten Durchgang.
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  • Nach Querelen wurde ein Klavier zurückgebracht, ein älteres, minderwertiges.
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  • Mehrfacher Diebstahl von Kunstwerken einer Mieterin/Künstlerin.
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  • Eine Wohnung, die freiwillig gekündigt wurde, ist nach schlichter Sanierung neu für rund 13,50 Euro pro qm vermietet worden. Ohne Küche.
  • Diebstahl aus einem „Gewerberaum“, der seit jahrzehnten an einen Mieter unentgeltlich vermietet war.
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  • Einbruch in eine Wohnung im HH, nachdem ohne Ankündigung monatelang ein Gerüst zur Dachreparatur stand.
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Dieser Zettel wurde schnell entfernt.

  • Angemietete Gewerbeeinheit wird als teure Ferienwohnung vermietet.
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  • Arbeiter beschimpft Anwohnerin als Nazi.
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  • Vorarbeiter möchte sich ohne Ankündigung Zugang zu Wohnungen verschaffen, um erneut Fenster auszumessen.
  • Es wurden neue Termine vereinbart.
  • Formloses Anschreiben mit der Ankündigung im Zuge einer Instandsetzung und Modernisierung neue 4-fach verglaste Fenster einzubauen.

Eine Reaktion zu “Dennewitz, ein Haus in Berlin”

  1. Tucholsky Grün

    „Tanze Samwer mit mir!“ – Liebe Leute, es war ein anstrengender, aber auch wichtiger Tag gestern:

    Nach dem Soli-Frühstück kam die Hausverwaltung wie angekündigt u.a. mit Architekten und Gutachtern und verweigerte zunächst, dass ein Fachmann unseres Vertrauens sowie ein Bau-erfahrener Bewohner der Tucho 30 die Gruppe bei der erneuten Begehung & Begutachtung durch das Haus begleiten.

    Erst nachdem wir unmissverständlich klar gemacht haben, dass wir sonst die Polizei rufen, haben sie sich auf unsere Forderung eingelassen.

    Es folgte eine fast 2-stündige Begehung, die vor allem eines deutlich gezeigt hat: Die Vorstellungen der Bewohner:innen der Tucho 30 und der im Auftrag des Eigentümers Uferhallen AG handelnden Akteure liegen weit auseinander. Ihr Verhalten zeigt exemplarisch, wie Umstrukturierung läuft und wie schwer Einzelne sich dagegen wehren können!

    Wie es aussieht, soll bald auch dem seit Jahren an der Tucho30-Fassade rankendem Wein der Garaus gemacht werden. Das werden wir nicht so einfach hinnehmen! Wir brauchen – mehr – Grün in der Stadt!!!

    Am Mi. wird es eine weitere Begehung im Haus geben – nun wird auch das Bauamt mit dabei sein…

    Protest-Aktionen unsererseits werden folgen, u.a. ein Soli-Fest am 3.10. ab 17 Uhr auf dem Hof der Tucho 30 (im Anschluss an #denNaziskeineMitte Friedrichstr. Ecke Johannisstr. ab 13 Uhr)!!!

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