Ein Schnitzel, oder der heißeste Tag des Jahres

2. August 2014

Juni 2014, ein heißer Sommer. Wasser, Hängematte, Schatten, Nixtun. Die halbverwaiste großstädtische Indoor-Gastronomie träumte davon. Für eine erste Restaurantkritik ging es ins Neffes, die damit werben sich „vom hauseigenen Geschmack ihrer internationalen Speisen und Getränken zu überzeugen“. Für den C4 Blog genau das Richtige, einen knallharten Hund von der Leine zu lassen. Geschrieben von Thomas Götz von Aust

Einen Restaurantkritiker stellte ich mir so vor, in der Manier eines durchgeknallten Louis de Funes-Films, wo ein gefürchteter Kritiker mit angeklebten Bart ein Restaurant betritt, er aber seiner Tarnung erkannt und am Ende bei einer Weinverkostung über kulinarische Schlampigkeit siegt.

Aber nein. Da ich mein eigener professioneller Restaurantkritiker bin, verzichtete ich auf eine Kostümierung. Und weil ich eben kein Profi bin, ging ich in meiner Speiseauswahl im „Neffes“ nach dem Kriterium „was kennst du am besten, weil bisher am häufigsten gegessen“, vor. Ansonsten war die Karte ein Mix aus Gegrilltem und Pasta, sowie einer Wochen- und Frühstückskarte.

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Gaza Strip 2014

26. Juli 2014
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Seit Wochen Unruhen in der Westbank, US-israelische Teenager werden in der Nähe von Hebron ermordet, Einmarsch der Israel Defense Forces [IDF] in Ramallah, Nablus und Jenin, der israelische Präsident fordert Vergeltung und bekommt sie mit der Ermordung eines arabischen Teenies, Demonstrationen in weiten Teilen der Westbank, Bombardements aus der Luft, von der Grenze und vom Wasser gegen Gaza, Rockets gegen Israel, israelische Bodenoffensive, erste pro-palästinensischen Demonstrationen in Deutschland und Europa. Von Edv

Dieser erneute Krieg der israelischen Regierung nach 2012 ist an Dynamik und Dramaturgie kaum zu überbieten. weiter…

Sunday Walk IV

21. April 2014

Berlin – Tegel, 2014.

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Photographer and Artist Sebastian Mayer, Berlin, 2014.

Staatsfeind Nr. 1

20. April 2014

Strandbad Wannsee. Das Wetter ist hervorragend. Die Waden ins Wasser gehalten, von A nach B gelaufen und Pommes Weiß gegessen. Die Frau am Tresen war unglaublich frech.

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Kurz vor Peng ging es zurück, die 100 Treppen rauf, dann ist es geschehen. Da standen sie, die 32 herrlichen Figuren, schwarz und weiß, kein Weg führte daran vorbei. Auf den letzten 10 m, gab es den Schachcrashkurs für den Gegner. Turm geradeaus und zurück, Pferd wie nie Knarre, Läufer nur diagonal, Bauer immer nur ein Schritt nach vorne oder zwei am Anfang, das Ziel wurde erläutert, den König des anderen Schachmatt zu setzen. Beim Erwähnen, die Königin sei die wichtigste Figur, fing der Terror an: „Das ist doch klar“. Dann schlug sie mich.

Velvet Powder – NIKAYA

4. April 2014

Nikaya´s last song from the album VACUUM.

Brandenburg-Liga

1. April 2014

Ein Kommentar von Ilia Castellanos

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Der FC Stahl Brandenburg spielt gegen den Abstieg, ohne das zu sehen ist, dass er gegen den Abstieg spielt. Die Unsicherheiten der Spieler im letzten Auswärtsspiel gegen den FC Frankfurt/O waren dagegen sichtbar. Es wird einerseits auf Ballbesitz gespielt, aber andererseits wirkt es ab dem Querpass bereits ideenlos. Das fängt manchmal in der eigenen Hälfte an. Die Mannschaft hadert mit sich selber, der Trainer wirkt fassungslos und dem Vorstand fehlt der Glaube. Der Kader ist in seiner Qualität ziemlich homogen, kein Spieler ragt derzeit wirklich heraus. Den Fans bleibt der Galgenhumor. Es wird allerhöchste Zeit, dass diese Mannschaft merkt, dass der Erfolg nur mit allen zusammen kommt und dass jeder Einzelne die Unterstützung des ganzen Teams spüren und auch erleben muss. Jeder kämpft für jeden, im Teamsport eine Selbstverständlichkeit und gehört – mit dem Respekt vor dem Gegner – zum 1 x 1 jedes Sportlers. Dies gilt für den Profi wie für den Amateur. Auch der Trainer braucht selbstverständlich die Unterstützung. Fußball muss Freude erzeugen und die daraus resultierende Motivation ergibt die Energie auf dem Platz. Falls der FC Stahl dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit in seiner ganzen Breite jetzt nicht aufbauen kann, dann wird es dieses Jahr mit dem Klassenerhalt in der Brandenburg-Liga wohl nichts mehr werden.

FC FFO – FC Stahl 4:0 (1:0)

A Weekend with Nikaya

17. Februar 2014
Photo by Kerstin Jasinszczak

Photo by Kerstin Jasinszczak

Friday 21st February 2014, 10PM:
Wild at Heart
Wiener Straße 20
10999 Berlin (Kreuzberg)

Saturday 22nd February 2014, 8PM:
Dios
Schillerstraße 44
10627 Berlin (Charlottenburg)

http://www.nikaya.org
http://www.soundcloud.com/nikaya

Interview mit Peter Auge Lorenz

28. September 2013

Zum Erscheinen seiner Veröffentlichung „Das Land, das es nicht gibt“, ein Interview mit dem Berliner Comiczeichner und Comic-Bibliothekenbetreiber Peter Auge Lorenz. Fragen von Anni Heuchel

AH: Herr Lorenz, in Ihrem aktuellen Werk „Das Land, das es nicht gibt“ lernen wir Pepe kennen. Er ist ein „normaler“ DDR Bürger, der als Kind Kriegsepisoden des Großvaters nachspielt und in der Jugend missmutig bei „der Asche dient“. Würden Sie sagen, Pepe ist ein freier Mensch?

PAL: Pepe ist nicht freier oder unfreier als jeder andere Durchschnitsmensch. Die Spielräume die er hat nutzt er, bei der Frage der Wehrpflicht hatte er halt etwas weniger Spielräume als sie heute diesbezüglich bei uns üblich sind. Er ist in seiner Welt mitten drin und leistet sich die in dieser Welt möglichen und üblichen Gedanken.

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Die chronische Täuschung des gemeinen DDR Bürgers

18. August 2013
Zeichnung von "Auge" Lorenz

Pepe ist das Alter Ego des Autors Peter Auge Lorenz. Im wahren Leben leitet dieser die Comicbibliothek „Renate“ in der Tucholskystrasse in Berlin. In seinem neuen Comic „Das Land, das es nicht gibt“ führt er uns anekdotisch durch einige Episoden seines Lebens. Dieses ist angesichts greifender DDR-Fänge stets etwas limitiert, was ihn jedoch nur umso mehr anspornt, sich eigene Freiräume und ein autonomes Denken zuzulegen. Eine Comicrezension von Anni Heuchel

„Die halten Bukowski für einen Kosmonauten und das `Kursbuch ́ wird von der Reichsbahn rausgegeben“, urteilt Protagonist „Pepe“ nach der Wende über seine Landsmänner aus dem Land, das es nicht mehr gibt – der Deutschen Demokratischen Republik. Sofort ist klar: Der Comic, dem wir uns hier widmen, erzählt keine gewohnte Superheldengeschichte. Er ist eine humoristische Abhandlung über Freundschaft, Kindheit und Militär; im Leben eines DDR- Bürgers.
Wir lernen Pepe als kleinen Jungen kennen, der mit einem Freund Kriegsepisoden des Großvaters nachspielt. Mit auf Backpulver und Wasser basierenden „Chemiewaffen“ wird der fiktive russische Feind aus dem heimischen Keller gebombt. Das Laborieren mit derlei gefährlichem Sprenggut ist folgenreich: Schürfwunden zieren Kinderbeine, ein Opa mit Kriegstrauma wird verschreckt und Mutti meckert.
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Politic of U.S.A.

10. Juni 2013

Snowden about daily politic life in the U.S.A. and „what it is important to you“.