{"id":50,"date":"2007-01-15T14:09:59","date_gmt":"2007-01-15T12:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cc4.de\/blog\/2007\/01\/allgemein\/durch-sound-und-bild-festgenagel\/"},"modified":"2009-05-18T23:30:02","modified_gmt":"2009-05-18T21:30:02","slug":"durch-sound-und-bild-festgenagel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/2007\/01\/kunst\/durch-sound-und-bild-festgenagel","title":{"rendered":"Durch Sound und Bilder festgenagelt"},"content":{"rendered":"<div class=\"g2image_float_left\"><wpg2id>3534<\/wpg2id><\/div>\n<p><strong>Es gibt Videok\u00c3\u00bcnstler und Videok\u00c3\u00bcnstler. Das ist nichts neues. Und es gibt <a title=\"dekron\" href=\"http:\/\/www.thisserver.de\/john_dekron.php\">John Dekron<\/a>, seit zehn Jahren international unterwegs. Dekron zeichnen einige Besonderheiten aus: Er produziert nicht nur sein Filmaterial selbst, sondern auch die Steuerungselemente, durch die er Licht- und Audiosignale lenkt.<\/strong> <em>Von [ice]<\/em><\/p>\n<p>Durch diese selbstentwickelten Computerprogramme verfremdet, zersetzt, \u00c3\u00bcbersetzt und mixt der K\u00c3\u00bcnstler Bilder und projektiert sie in neue Zusammenh\u00c3\u00a4nge. \u00e2\u20ac\u017eDie Softwareanwendungen m\u00c3\u00bcssen einfach sein\u00e2\u20ac\u0153, sagt Dekron den Zuh\u00c3\u00b6rern, auch um ihnen die Angst vor der Technik zu nehmen, \u00e2\u20ac\u017eaber vielschichtig und in Echtzeit ablaufen.\u00e2\u20ac\u0153 <!--more-->Er arbeitet meist interaktiv, mit Musikern und Architekten, DJs und Publikum. Die Kommunikation mit der Umgebung beh\u00c3\u00a4lt er durch Sensoren. Dekron ist Physiker und Filmer, er entwickelt st\u00c3\u00a4ndig seine formal-\u00c3\u00a4sthetische nAns\u00c3\u00a4tze und ist als K\u00c3\u00bcnstler einer der festen Ansprechpartner f\u00c3\u00bcr die global agierende Industrie. Mittel- und Osteuropa, Asien und S\u00c3\u00bcdamerika hat er bereist, die Medienfassade am Kunstbau Graz, die Medieninstallation am Potsdamer Platz  und Er\u00c3\u00b6ffnungszeremonien der Cebit gestaltet. Nun m\u00c3\u00b6chte er wieder pers\u00c3\u00b6nlichere Projekte durchf\u00c3\u00bchren, seinen technichen Einsatz zeigen d\u00c3\u00bcrfen.<\/p>\n<p>Auf seinem Arbeitstisch steht ein 17\u00e2\u20ac\u2122\u00e2\u20ac\u2122 Powerbook, ein Multi-Touch-Controller und ein kleines Empfangsger\u00c3\u00a4t. Nichts au\u00c3\u0178ergew\u00c3\u00b6hnliches, es wirkt eher karg. Minimal. Aber die M\u00c3\u00b6glichkeiten seiner Steurungselemente sind gro\u00c3\u0178: In der Studiob\u00c3\u00bchne vom Brandenburger Theater ist eine 10 m breite Leinwand aufgezogen, auf die zwei leistungsstarke Beamer ein Bild werfen. Ein Schlagzeuger hat in einer Entfernung von 10 m sein Instrument aufgebaut. Das Publikum sitzt dazwischen, bequem wie im Kino. Alle sind miteinander verbunden.<\/p>\n<p>Mit der zeitgen\u00c3\u00b6ssischen Musik von \u00e2\u20ac\u017eXirc le Cinx\u00e2\u20ac\u0153, geht es f\u00c3\u00bcr die knapp 40 Zuschauer sofort elektronisch hart zur Sache. Die Bilder von Dekron f\u00c3\u00bcgen sich in Rhythmus, Beats und Melodie zu einer einzigen, in sich schl\u00c3\u00bcssigen, Komposition. 14 Titel werden gespielt. Eine Stunde sitzen die Zuschauer regungslos, durch Sound und Bilder festgenagelt, in den Theaterst\u00c3\u00bchlen. Schwarz-weisse Grafiken, voyeuristische Bildaufnahmen in fremde Wohnungen einer Gro\u00c3\u0178stadt, kaleidoskopartige Muster, K\u00c3\u00b6rperteile, Portraits und wilde Farben mischen sich in schnellen, oft unerwarteten, Anordnungen. Dabei f\u00c3\u00a4llt immer eines auf: Es wirkt nie hektisch, alles hat seinen Stil. John Dekron hat Stil.<\/p>\n<p>Auch wenn Brandenburg an der Havel keine Film- oder Videoszene besitzt, inspirieren solche vehemmente Auftritte nicht nur K\u00c3\u00bcnstlerkollegen, sondern sogar Politiker: Friedrich von Kekul\u00c3\u00a9 (CDU) zeigte sich nach der Bilderorgie gutgelaunt wie selten. Vielleicht war es ja das Thema der Musik, die Liebe, das ihn in einen Jungbrunnen fallen lie\u00c3\u0178.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter: www.thisserver.de\n<\/p>\n<p><!--2fcdc7dcef9becbcda69b79b513999bb--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3534 Es gibt Videok\u00c3\u00bcnstler und Videok\u00c3\u00bcnstler. Das ist nichts neues. Und es gibt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2,12],"tags":[750,193],"class_list":["post-50","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kunst","category-musik","tag-kunst","tag-kunstszene"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cc4.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}