Ein Satyr, der sich noch duckt

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Satyr existiert seit 2002, aber den Durchbruch zu regionalen Lorbeeren schafften sie bisher nicht. Sie dürften in Brandenburg an der Havel bald als die talentierteste Band ohne Durchbruch gelten. Jetzt versuchen sie erneut Kontinuität in den Konzerten zu erlangen und starten mit neuer Sängerin ins Jahr 2007. Von [ice]

Die Musiker von Satyr beweisen bei ihren wenigen Konzerten immer einen guten Umgang mit den Instrumenten. Allein Christian Rost, Texter und Kopf der Band, besitzt eine Fingerfertigkeit an der Gitarre, um die ihn viele in der Brandenburger Musikerszene beneiden. Bei seinen melodiösen Eskapaden kann sich der extrovertierte Gitarrist auf seine Bandmitglieder blindlings verlassen. Bassist Thomas Große ist dabei die treibende Stütze. Sein erprobtes Spiel beruht auf einer soliden musikalischen Erfahrung. Erst lernte Große fünf Jahre Geige, dann Klavier und Schlagzeug. Posaune und Tenorhorn kamen hinzu. Acht Jahre integrierte der Hardrocker das klassische Orchester der Städtischen Musikschule.

Hinter dem Schlagzeug sitzt mit wachen Augen Samuel Tömöri, ein ehemaliger Mittelaltermusiker, der die freche Gangart auf der Bühne mag. „Mir ist es wichtig, dass das Schlagzeug als vielseitiges Instrument wahrgenommen wird“, sagt Tömöri, der mit allem trommeln kann, was er zwischen die Finger bekommt. Alle drei Musiker verstehen sich nicht nur auf der Bühne, sondern sind als Freunde unterwegs. Dazu trägt jetzt auch die neue Sängerin Martina Alband bei. 16 Lieder hat Satyr mit der willensstarken Sängerin im Repertoire, hört sich nicht viel an, ist aber eine komplette CD. Das durch die Weiblichkeit erfrischte Engagement wollen die Bandmitglieder ausnutzen, um 2007 so viele Live-Gigs zu spielen wie es geht.

Bei ihrem Konzert, im Dezember im „Haus der Offiziere“, präsentierte sich Satyr zum ersten Mal in der aktuellen Formation. Sängerin Alband zeigte sich noch verhalten, gab aber den deutschen Texten von Satyr schon eine eigene Stimme. Rock-Entertainment sieht allerdings anders aus, das Selbstbewusstsein muss erst gewonnen werden. Es war der Auftritt eines Satyrs, der sich noch duckt.

Nichtdesdotrotz besitzt die Band einen Fankreis, der mit Sehnsucht auf weitere Konzerte wartet. „Wir möchten in der ganzen Region auftreten“, verkündet Große und schaut sich gerade in Braunschweig nach einer Location um. In Zusammenhang mit Berlin und Brandenburg an der Havel wäre es genau die erste richtige Tour, um sich auch auswärts zu testen.

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