Konsumfaschismus

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Banken-Skandale, Immobilien-Spekulanten, Militär-Diktaturen, US-Imperialismus, Rassismus, Irak-Krieg, Öl-Desaster … bis zu Massen-Tierhaltung, Gen-Manipulation und moderner Sklaverei. Einige Begriffe scheinen aus der Sicht einer möglichst sozial orientierten Gesellschaft nicht motivierend. Da wundert es nicht, dass plötzlich ein [zu] kurzer Ansatz über Konsum und Macht in neoliberalen Strukturen logischerweise schnell sehr deutlich wird. Von Martin Reiter

„Konsumfaschismus bezeichnet das „neoliberale Regime“ der unsichtbaren Hand im freien Markt. Diese „Hand“ hat ihre Arbeitslager in der „dritten Welt“, ihre Paladine in From von freiheitlichen Politikern in der „ersten Welt“ und die randalierenden bzw. mordenden „Massen“ sind die von Gier und Wettbewerb getriebenen Konsumenten …

Faschistisch ist daran die Hierachiepyramide und die quasi miltiärische Organisation der Märkte und Produktionsprozesse … etc. … etc. … aber labern hilft da gar nix, das ist dann eben nur Mittäterschaft getarnt als unterlassene Hilfeleistung …

Aktion ist angesagt … von Konsumverweigerung, Bildungsarbeit, Aufklärung bis zu … ?“

Eine Reaktion zu “Konsumfaschismus”

  1. j. capell.

    Zwar ist das hier kein wirklicher Kommentar aber ich glaube er hat doch einiges mit der Problematik zu tun, ich habe mir ein bischen Gedanken gemacht und möchte diese auch der Öffentlichkeit präsentieren, Anregungen Ratschläge und Kritik sind erwünscht und erlaubt. mein Beitrag ist nur eine Anregung zu diesem Thema und es kann sicherlich noch vielmehr dazu gesagt werden. Auch bin ich kein Experte sondern schlicht jemand der sich Gedanken macht, all dasd ist sicher verbesserungsfähig. Falls das hier nicht der richtige Platz ist, so habe ich Verständnis dafür, wenn der Kommentar wieder gelöscht wird.

    Schon bevor es zur Krise kam, waren alle Voraussetzungen geschaffen, damit es überhaupt dazu kam. Behauptet wird nun, das alles sehr überraschend kam und es nicht abzusehen ist, was aus all dem nun folgen wird. Klar ist, die Banken haben sich mit Geld was nicht einmal ihnen gehörte vollkommen verspekuliert. Ein Geld, das nur einen abstrakten Wert hat und für das sich der Verbraucher dennoch materielle Güter kaufen kann. Jetzt schon ist die Krise bei denen angekommen, die letztenendes nicht für sie verantwortlich waren (man braucht nur nach Griechenland zu sehen) wenn man davon absieht, dass sie Leuten vertraut haben, die mit ihrem Geld waghalsige finazielle Spekulationen finanziert haben, die zu Staatsbankroten und fortschreitender Deavlisierung der Währungen führte. Muss man ein Hellseher sein um zu wissen, was früher oder später passieren wird: Das Geld wird wenige und weniger wert sein, die Schulden der Staaten werden steigen, es werden immer wieder neue Rettungspakete von nöten sein um bankrotte Staaten zu retten und den Zusammenbruch der Banken zu verhindern obwohl diese maßgeblich für die Krise verantwortlich sind paradoxer Weise aber letztlich die sind die am meisten von ihr profietiren. Wenn man logisch verfährt bedeutet das letzten Endes den Zusammenbruch der Realwirtschaft dem zu Folge den Zusammenbruch unseres politischen wie sozialen Systhems. Man redet von Rettungspaketen und fingiert eine Wirtschaft die floriert sowie sinkende Arbeitslosenzahlen, künstlich aufgebauscht wie die Währung die wir haben. Luxus Mode und Kosumgüter haben Konjuktur, Gebäude werden auf Hochglanz saniert Innenstädte mit Marmor und Vergoldung verschönert um möglichst den Schein einer heilen Welt zu wahren. In Deutschland geht es den Menschen gut wie nie zuvor, niemand leidet Hunger die mesiten haben Arbeit und ein Dach über dem Kopf, der Wohlstand ist garantiert und selbstverständlich. Wie lange noch ? Wo liegt eigentlich das Problem, wird man verleitet sein zu fragen, wo eigentlich ist diese Krise von der jeder redet ? Sie ist da, nur ist sie so unscheinbar wie die Kriege, die weit vor der eigenen Haustür geführt werden, sie ist wie ein Schwelbrand, der darauf wartet die nötige Sauerstoffzufur zu bekommen, die er früher oder später aufgrund bestehender Naturgesetze bekommen muss. Es werden keine Endzeitzustände enstehen oder Zustände wie bei einem atomaren Winter, wie es uns paranoide Sciencefictionautoren und Filmemacher glauben machen wollen, sondern ganz klassische Zustände die die Menschheit seit jeher kennt die uns aber durch all zu selbstverständlichen Wohlstand abhanden gekommen sind und nicht mehr gegenwärtig sind : Soziale Diskrepanzen, Armut, Hunger, Krankheit, Seuche und am Ende auch der Puffer des menschlichen Elends : der Krieg. Dies scheint uns so unwahrscheinlich, wie dass der Mond auf die Erde fallen könnte aber schaut man zurück auf die Menschheitsgeschichte, so ist dieses die ganz natürliche Folge eben solcher Zustände und wäre es möglich darauf zu wetten, so wäre sich der Wettende wahrscheinlich seines Gewinns in jeder Hinsicht sicher, früher oder später. Die Frage sollte daher nicht lauten, wo ist die Krise, sondern welche Strukturen sind zu schaffen, damit solche Krisen nicht entstehen und somit die Folgen, die logisch und kausal daraus entstehen müssen. Um sich dessen bewusst zu sein ist es nötig nach Gründen zu fragen denn eine kausale Kette ist immer die Verbindung aus einer Ursache und einer Wirkung. Um die Wirkung zu verstehen, muss man dementsprechend die Ursache kennen. Um von einer Wirkung auf die Ursache zu schliessen ist der beste weg eine Frage zu stellen aus der sich logisch die Antwort ergibt, die Antwort ist dann schliesslich der Grund der nichts anderes als wieder eine Wirkung ist, dieses Spiel kann man bis ins Infinitum weitertreiben. Zum Beispiel wäre eine solche Frage : Wie ist es möglich, dass wir von einem der stabilsten politischen und sozialen Systheme, die die Menscheit jemals gesehen hat, nämlich die soziale Marktwirtschaft in ein totalitäres Systhem wie den heutigen, nennen wir es, Kosumfaschismus abrutschen konnten, ohne jeglichen Putsch ohne jegliche Machtübernahme durch Gewalt, Hintergehung der Demokratie oder sonstiger Unsäglichkeiten. Wir können hingehen und werden der unmittelbaren Gründe viele finden, welche die rational sind und welche die es nicht sind. Menschliches Handeln wird aber durch die grundlegenden Triebfedern bestimmt, die dieses hat um um dieses zu verstehen ist der oberste Grund meist der dieses zu betiteln. Welche Triebfeder ist es also und man wird nicht einher kommen können keine andere als den menschlichen Egoismus zu finden, Habgier Machtansprüche Profitverhalten und Ausbeudtung anderer auf Grund persönlicher Vorteile, die man sich dadurch verspricht. Je höher das Individum in der Gesellschaft aufgestiegen ist, je höher sind seine Ansprüche und die Auswirkung die diese auf die gesamte Gesellschaft haben. Niemand anders im Staat hat eine höere Stellung als der Topmanager einer Bank, ihm steht das gesamte Kapital eines Landes zur verfügung und dem enstsprechend versucht er diese Stellung seinen Ansprüchen und seinem ethischem Bewustsein entsprechend zu nutzen. Hier also liegt die Stelle an der über Wohl und Recht entschieden wird. Hieraus folgt die nächste Frage : Wie ist es möglich, dass einige wenige über das gesamte Vermögen einer Vielzahl von Menschen walten und damit tun was sie für richtig halten. Ganz einfach durch das Vertrauen, dass ihnen von den vielen geschenkt wird die ihnen ihr habt und Gut anvertrauen, letzlich und viel wesentlicher aber dadurch dass eben die Strukturen geschaffen sind, damit soetwas überhaupt zustande kommt. Nächste Frage, was wäre nötig, damit solche Strukturen und die Ungerechtigkeit die daraus entsteht auf lange Sicht nicht mehr zustande kommen würden:
    Der Handel mit Geld und die Verwaltung des Kapitals liegt wie wir gesehen haben in den Händen einiger weniger, die private Interessen verfolgen. Die Lösung dessen wäre schlicht und einfach die Abschaffung der Banken. Diese würden ersetzt durch eine Staatsbank oder Weltbank, der der Handel und das Profitschlagen aus Geld untersagt bliebe(allgemein bliebe das Profitschlagen aus Geld untersagt und würde gesetzlich verankert werden). Alles existente Geld würde in die Staatsbank fliessen, deren einzige Aufgabe es wäre das Kapital zu verwalten. Aus dem Grund dass das meiste Geld stets auf Konten ist sich dort bewegt und im Realen nur minimale Beträge im Unlauf sind, könnte diese Bank nicht pleite gehen, es wäre immer Kapital auf der Bank und vieleicht wären dadurch auch Dinge wie das bedinguslose Grundeinkommen finanzierbar… offen zur Debatte

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