Petra Tödter erneut nominiert

Zum sechsten Mal schreibt die kunsthalle messmer den André Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst aus und organisiert mit den Nominierten vom 3.12.2021 bis zum 27.02.2022 eine Ausstellung. Dieser Preis ist dem Schweizer Künstler André Evard (1876–1972) gewidmet und richtet sich an all jene zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler, die sich ebenfalls der konstruktiv-konkreten Kunst verpflichtet haben. Mittendrin: „imiistschuld“.

Kunsthalle Messmer, Riegel am Kaiserstuhl, D-Land. Foto © Petra Tödter.

Auf jedem einzelnen Objekt des Vierteilers „imiistschuld“ aus dem Jahr 2020 [86,5 x 104 x 18,5 cm] wechseln sich mehrfarbige, vollflächig bemalte und einfarbige Flächen ab. Dabei zieht sich jede dieser leuchtenden und alternierenden Farbe in die Muster hinein und springt zugleich auf die anderen geometrischen Objekte über. Farbe wird rhythmisch durchdekliniert, die Größe der Werkkörper variiert. Der humorvolle und heitere Ansatz in den Arbeiten Tödters zeigt sich ebenfalls in den Titeln. In diesem Fall: imiistschuld. Ist er ja auch, ganz konkret. Materialien: Finnpappe, Acryllack, Pigment.

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Weihnachten 2021

Ein traditionelles Fest, „Klassisch Deutsch“ mit Würstchen und Kartoffelsalat und einem Weihnachtsspaziergang mit Kirchengang in die St. Matthäus-Kirche.

Klassisch Deutsch, „Weihnachtsessen“, Berlin, 2021.
Klassisch Deutsch, Weihnachtsspaziergang, „Gasometer“, Berlin, 2021.
Klassisch Deutsch, Weihnachtsspaziergang, „Brandwand mit Aussicht“, Berlin, 2021.
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Pedro Boese

DISTRICT 8 präsentiert am Samstag, den 8. Mai 2021 „Joe“, ein Bildobjekt von Pedro Boese. Das 12-teilige Kunstwerk von 2013 besteht aus 40 x 40 cm MDF-Platten, Kunstharzlack und misst als Version I 200 x 120 cm.

Formaler Ausgangspunkt von Pedro Boeses Arbeiten ist der Kreis, ein universelles Symbol in fast allen Kulturen der Welt für die Unendlichkeit, der Kreis hat kein Anfang und hat kein Ende, er symbolisiert das Vollkommene. Diesen Anspruch verlagert Pedro Boese ins Ästhetische, zelebriert die geometrische Form als Wiederholung und lässt sie in konträren Farben miteinander kommunizieren. Doch alles Schöne bekommt auch bei Boese seinen Riss, im Falle der Arbeit „Joe“ sind es geometrische Formen die plötzlich fehlen könnten oder an ihren Enden unregelmäßig zerbrechen.

Pedro Boese, Joe Version I, 2013
Pedro Boese, Joe Version I, 2013

PEDRO BOESE
Pedro Boese ist Beira, Mosambik, 1972 geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Malerei und Tiefdruck an der Maastricht Academy of Fine Arts and Design in den Niederlanden und setzte sein Studium am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Bildenden Künste in Berlin fort. Von 2018 bis 2019 war er als Lehrbeauftragter für Tiefdruck an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin tätig und hat dort seit 2019 die künstlerische Werkstattlehre im Bereich Tiefdruck inne.

Boese hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Seine Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen wie im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, der Grafischen Sammlung des Museums Folkwang, Essen; im Kupferstichkabinett im Kunstmuseum Basel, CH; in der Sammlung Bosch Rexroth AG, Lohr am Main; in der Sammlung DONG, Kopenhagen, DK, sowie im Kunst- und Kulturzentrum Ponte de Sor, PT.

Seine kommende Ausstellung mit Aquatintas findet am 21. Mai 2021 im Kunsthandel Uekermann statt.

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Peter Schlangenbader

DISTRICT 8 präsentiert am Donnerstag, den 5. Mai 2021 das großformatige Bild „Brut Interstellar Elegant“, 2014, 200 x 250 cm, Öl auf Nessel von Peter Schlangenbader. Dieses Bild zeigt einen Teil des Schlangenbader-Universums, die gesellschaftliche Veränderung durch den immer umfassender werdenden Einfluss der künstlichen Intelligenz, der Robot-Technik, dem Cyberspace, sowie der Fusion mit interstellaren Lebensformen.

Peter Schlangenbader wird zu den Vertretern der Berliner Heftigen Malerei, wie die der Neuen Wilden, gezählt.

„Brut Interstellar Elegant“, 2014, 200 x 250 cm, Öl auf Nessel.
Foto: Hermann Ebling.

PETER SCHLANGENBADER
1953 in Berlin geboren, lebt und arbeitet in Berlin, 2013 Begründer der Künstlergruppe BRUT INTERSTELLAR, 2011 Mitbegründer des Künstlerkonglomerats “Trockenübung”, 2010 Begründer und Kurator der AKTionale, Das Nackte Sein, 2006 Preisträger des VBK Kunstpreises „Benninghauspreis“, 2004 Gründung der Künstlergruppe “Die 5. Ecke”, 2003 Gründung der Künstlergruppe “Schwarzmalerei”, 2002 Mitglied im Verein Berliner Künstler (VBK), 1995 Schlagzeuger u. Sänger der Experimental-Gruppe “Schlachtvieh”, 1992 Gründung der Rockband “Eisenstein” mit Heinz Brandenburg u. Lothar Maertins, 1991 Musikprojekt “Dr. Note” mit Uwe Temme, 1990 Mitglied der Kalendergruppe “12 Monate 12 Originale”, 1976-82 Studium an der HdK Berlin, Meisterschüler von Prof. Engelman, 1972-75 Ausbildung in der KPM zum Porzellanmaler

Das Konzept BRUT INTERSTELLAR
Es setzt sich mit der Weiterentwicklung der Menschheit auseinander. […] Die zukünftige Kultur wird eine culture-clash Revolution sein, eine Mischung aus Irdisch und Außerirdisch, die in sämtlichen Lebensbereichen eine extreme Veränderung und Bereicherung mit sich führt. Sozialphilosophisch, sprachlich, musikalisch, technisch; alle künstlerischen Bereiche werden, was das Wort, die Bedeutung und Tragweite von „KULT“ betrifft, eine Häutung durchleben, die vom heutigen Stand nur mit viel Fanasie, verbunden mit Mut, annähernd vorstellbar ist. Ich erarbeite mir meine Bildmotive über lange Zeiträume, denn obwohl sie sehr spontan-expressiv wirken, sind sie von mir vielfach übermalt worden, wobei die unterschiedlichen Farbschichten teilweise geheimnisvoll magisch durchschimmern. Es sind Wesen im Übergang, Mischmenschen, teilweise schon inner- oder äußerlich umgewandelt, um interstellar zu überleben.“

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