Rainer Fetting

23. April 2021

DISTRICT 8 präsentiert am Sonntag, den 2. Mai 2021 die Radierung “Wolf” von Rainer Fetting. Die Zeichnung zur Radierung entstand in New York, während seines ersten DAAD Stipendiums. Die bei Fetting des Öfteren vorkommenden Holzbalken, die vom Abriss eines Pier vom Hafen stammen und auf einigen seiner großformatigen Bildern montiert wurden, sind auf dem Wolf verewigt. Die Radierung wurde im Künstlerhaus Bethanien in Berlin gedruckt. Rainer Fetting gehört – mit Helmut Middendorf, Bernd Zimmer und Salomé – zu den vier erfogreichsten Vertretern der NEUEN WILDEN aus den frühen 80er Jahren aus Berlin.

“Wolf”, Rainer Fetting, 1984

RAINER FETTING
Nach einer Tischlerlehre und gleichzeitigem Volontariat als Bühnenbildner an der Landesbühne Niedersachsen studiert Rainer Fetting von 1972-78 an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Jaenisch. Bereits als Meisterschüler gründet er zusammen mit Helmut Middendorf, Salomé, Bernd Zimmer, Anne Jud und Berthold Schepers die Galerie am Moritzplatz, wo er auch seine ersten Ausstellungen zeigt. Diese Gruppe wird später als „Junge Wilde“ bekannt. Neben Figurenbildern und Porträts entstehen Berliner Stadtlandschaften, in denen die Mauer als zentrales Motiv in den Mittelpunkt rückt. Fetting erprobt früh unterschiedliche Bildauffassungen, die stilistisch an den Impressionismus und den Expressionismus angelehnt sind. Ein DAAD-Stipendium ermöglicht ihm 1978 einen Aufenthalt in New York: Fetting ergänzt die bisher primär von einem flächigen gestischen Aufbau geprägten Werke durch eine dynamische Linienführung und wechselt zu einer leuchtenden Farbigkeit über. 1981 nimmt er an der von Christos M. Joachimides in der Royal Academy of Arts zusammengestellten Ausstellung „A New Spirit in Painting“ teil. Es folgen in fast jährlichem Abstand Einzelausstellungen in zahlreichen Galerien in Europa und Amerika. Seit 1984 schafft Fetting Arbeiten, in denen er Treibholz auf Leinwand montiert, übermalt und in die Bildkomposition integriert. Erste Bronzearbeiten entstehen erst in der zweiten Hälfte der 80er Jahre, u.a. die Bronzeskulptur „Willy Brandt“ für die SPD-Parteizentrale in Bonn, jetzt in Berlin. Die Arbeiten der jüngeren Zeit widmen sich vermehrt Metropole New York, in denen der Künstler die dunklen Randzonen der Großstadt thematisiert.

Rainer Fetting gehört zu den international renommierten Protagonisten einer Malerei, die Anfang der 1980er Jahre in der Hinwendung zur Gegenständlichkeit, zu kräftiger Farbigkeit und heftigem Pinselduktus europaweit, vor allem aber in Italien und Deutschland als Phänomen, zu beobachten ist.

Jan Friedrich

23. April 2021

DISTRICT 8 präsentiert am Samstag, den 1. Mai 2021 die Bilder “Ivan der Schreckliche isst das Gehirn seines Sohnes“ (2015 – 2017) und das Waldbild „Bogorodica“ (2020). Dazu gesellen sich ein weiteres Waldbild „Rusalka, Sumpflicht“ und das kleinformatige, atmosphärisch beeindruckende, Landschaftsbild „Die Schatten der vergessenen Ahnen“.

Mit Jan Friedrich, 33, begegnet uns in Berlin ein unbekannter Maler, der seit dem Ende seines skandalträchtigen Studiums, 2015, nicht mehr ausstellte. In seinen detailliert-ausgearbeiteten Gemälden zeigt er Referenzen zum Realismus des 18. und 19. Jahrhundert auf und verwebt darin historische Bezüge. Jan Friedrich vertritt im weitesten Sinne – u. a. auch die Neue Leipziger Schule – einen Realismus des 21. Jahrhunderts. Er spricht sieben Sprachen.

JAN FRIEDRICH
2015 Meisterschüler bei Herrn Professor Werner Liebmann, Kunsthochschule Weißensee, Berlin
2020 Bachelor Fine Arts: Slawische Sprachen und Literaturen, Humboldt- Universität zu Berlin, Berlin

“Bogorodica”, 2020, 180 x 160 cm, Öl auf Leinwand.
“Rusalka, Sumpflicht”, 2017, 80 x 125 cm, Öl auf Leinwand.

Auslandsaufenthalte
2013  Stieglitz-Akademie, St. Petersburg
2016  Artist in Residence, Qingdao, China
2018  Univerzita Karlova, Prag
2018  MGU, Moskau
2020  NLU Iwan Franko, Lemberg

Studienreisen
2005  (West-)Ukraine
2016  Solowki-Inseln, Weißes Meer, Rußland
2018  Balkan
2019  Kaukasus
2019  Maramureș, Rumänien
2019  Sizilien, Kampanien, Basilikata
2019  Auvergne-Rhône-Alpes, Burgund

ZU SEINEN BILDERN
Mit „Ivan der Schreckliche isst das Gehirn seines Sohnes“ und „Bogorodica (Gottesmutter)“ stehen sich zwei Werke gegenüber, die vordergründig nichts miteinander gemein haben, jedoch in einem allegorischen Bezug zueinander stehen, der sich gerade in der drastischen Gegensätzlichkeit entfaltet.

Anders als in Ilja Repins Vorlage zum Kopfporträt Ivans wird der russiche Zar und Sohnesmörder in Friedrichs Werk als ein Mensch erfahrbar, der sich gleichzeitig der Schrecklichkeit seiner Tat bewusst ist, diese jedoch durch die Forcierung zu überwinden versucht. Die Einverleibung soll die Tat aufheben, macht sie jedoch nur entsetzlicher, da der Mensch nicht imstande ist, sich selbst die ersehnte Erlösung zu geben.

„Bogorodica“, 2020
Das Dickicht dieser unaufhebbaren Verstrickung findet sich in „Bogorodica“ wieder als eine wenig einladende Natur, die dem Betrachter als undurchdringbarer Tannenwald begegnet, in dem jeder mögliche Weg durch Totholz versperrt wird. Ein Vorankommen scheint nur noch beschwerlich und in Richtung Dunkelheit möglich zu sein. Ein Erlösungsangebot erscheint inmitten dieser Natur: Hoch oben befindet sich von schwachem Kerzenlicht beschienen die Vladimir-Ikone der heiligen Gottesmutter und zeigt den Weg zu Trost und Hoffnung.

“Die Schatten vergessener Ahnen”, 2017, 80 x 125 cm, Öl auf Leinwand.

Die zwei weiteren Werke, die District 8 am ersten Ausstellungstag zeigen wird, führen den Betrachter weiter in die Tiefe von Friedrichs‘ Landschaftsmalerei und zu deren bemerkenswerter Doppelbödigkeit: Der Maler begegnet uns mit „Rusalka, Sumpflicht (Ignis fatuus)“ und „Die Schatten der vergessenen Ahnen“ als überragender Techniker, der seine Fertigkeit sowohl mit der nordosteuropäischen Sumpflandschaft als auch mit der Bergweide in den Karpaten in den Dienst metaphysischer Evokation stellt. Ob der Betrachter verleitet wird, ganz darin aufzugehen, ob ihm im nächsten Augenblick die Inbesitznahme durch Rusalken (weibliche gestalten des slawischen Volksglaubens) geschieht oder ihm deren Wiedergänger begegnen, kann niemand voraussagen.

+++ Bundesweite Corona-Notbremse +++

20. April 2021

Aus gegebenem Anlass der bundesweiten einheitlichen Corona-Notbremse, führen wir »ab Samstag, den 24.04.2021 während der Ausstellung DELIRIUM CITY von Peter Schlangenbader, ab Samstag, den 1. Mai 2021 während der Ausstellungen DISTRICT 8 und ab Freitag, den 21.05.2021 während der Ausstellung Parallel No Openings mit „Verkaufsgesprächen“ durch.« [C4]

Delirium City

20. April 2021
Delirium City, Peter Schlangenbader, 2019.

Delirium City
Malerei Acryl Öl Blattgold Leinwand 3 x 17 Meter

Peter Schlangenbader

Eröffnung No Opening, Sam 24. April 2021 um 14:00 Uhr [bis 18:00 Uhr]
Lobeckstraße 30-35 in 10969 Berlin

Samstag, 24. und Sonntag, 25. April 2021 von 14 bis 18:00 Uhr, besuchbar wie in Museen unter Beachtung aller Corona-Maßnahmen.

  • tagesaktueller negativer Coronatest
  • FFP 2 Maske
  • eintragen in eine Besucherliste
  • 1, 5 Meter Abstand halten

Schlangenbader studierte an der Hochschule der Künste Berlin [heute UdK, 1976 – 82] und ist ein Vertreter der Berliner „Heftigen Malerei“, deren letztes internationales Aushängeschild, die »Neuen Wilden«, zu Weltruhm gelangte.

Schlangenbader, Jahrgang Helmut Middendorf und vier Jahre jünger als Rainer Fetting, ist ohne die Szene der Neuen Wilden in der Kunstgeschichte Berlins nicht einzuordnen.

Er thematisierte wie diese exzessiv die Mauerstadt und das expressiv Figurative. Eines seiner Mauerbilder befindet sich in der Berlinischen Galerie, aber er suchte keinen Anschluss an die SO36 Clique, integrierte keine Produzentengaleriengruppe und erhielt kein DAAD Stipendium. Dementsprechend wurde Schlangenbader 1982 nicht zur Zeitgeist-Ausstellung im Martin Gropius-Bau eingeladen. Nicht nur zu Punkzeiten war er wild und maßlos, mit dem Leben als Berliner Außenseiter in seiner eigenen Stadt.

Sein Oeuvre umfasst viele hunderte von Bildern, tausende Zeichnungen, und je länger er seine Kunst entwickelte, desto mehr suchte er die Transzendenz in den Menschen und ihrer Funktionen im Alltag. Er schält die äußeren Hautschichten der Individuen und veranschaulicht durch viel Farbe und wenig Realismus die Emotionalität und Gefühle der Männer, der Frauen und schließt alle weiteren Möglichkeiten mit ein.

Mittlerweile bedient er kaum noch irdische Themen, das was ihn interessiert liegt in der Gegenwart/Zukunft, wie diese sich entwickelt und wohin sie uns führen könnte.

o.T. © Georg Haubrich

26. Mai 2020

Aus einer Mappe von rund 20 großformatigen Zeichnungen.

Georg Haubrich, o.T. 2000.

Georg Haubrich

Titel: “o.T.”
Jahr: 2000
Größe: 70 x 100 cm
Technik: Ölstifte, Bleistift, Gouache

Georg Haubrich, o.T. 2000.

Preis auf Anfrage

o.T. @ Georg Haubrich

26. Mai 2020

Aus einer Mappe von rund 20 großformatigen Zeichnungen.

Georg Haubrich, o.T. 2000.

Georg Haubrich

Titel: “o.T.”
Jahr: 2000
Größe: 70 x 100 cm
Technik: Ölstifte, Ölfarbe, Bleistift

Georg Haubrich, o.T. 2000.

Preis auf Anfrage

No Go © Hildegard Skowasch

5. Mai 2020

Hildegard Skowasch

Titel: “No Go”

Jahr: 2013
Größe. 13 x 38 x 1,5 cm
Technik: Glasierte Keramik
Details 01: 2-teiliges Objekt
Details 02: rückseitig signiert und datiert
Ausstellungen: 2019 Museum für moderne Kunst, Gdansk, Polen (siehe CV)
Veröffentlichungen: Close Your Eyes, Katalog, ISBN 978-83-63185-27-5

Provenance: C4
Preis: 290,00 Euro

IGGY POP © Sebastian Mayer

24. August 2019

IGGY POP, Rio den Janeiro, 2005.

Photo by Sebastian Mayer, Rio de Janeiro, 2005.
Remastered from the original negative in Berlin, 2019.

Größe: 120 x 80 cm

Pigment auf Hahnemühle 315 g
Handgefertigter Rahmen aus gebeiztem Ahornholz
Museumsglas

Auflage: 12

Preis auf Anfrage

Kugelbilder @ Georg Haubrich

14. April 2019

Georg Haubrich

Georg Haubrich

 

Georg Haubrich, lebt und arbeitet in Berlin seit 1995.

Künstler: Georg Haubrich
Titel: Kugelbild, aus der Serie Kugelbilder (3)
Technik: Säge-Cut, Bleistift und PVC Farbfolie auf Mdf
Größe: 180 x 150 cm
Entstanden: 2006
Details 01: Auf der Rückseite betitelt und signiert
Publikationen: Kinofilm „Stillstehen“, 2019
Provenance: Aus dem Atelier Haubrich
Preis auf Anfrage

Business Wall

14. April 2019

Business Wall

C4 gets the opportunity to display arkworks on a 3,35 m x 5,75 m business wall, named the “Business Wall”. The visit to the Business Wall is not open to the public, but possible upon request. The pieces of art will be exchanged regularly with new pieces. This rhythm strongly depends on the interest of the buyers, collectors and gallerists, who are going to buy the art and thus clear space for new pieces. The focus of this project lies on established Berlin artists, who aren’t presently raising too much commercial interest, but should have the opportunity to continue their creative output through the sale of their artwork. The planned length of the project is a year.

1. April 2019