„Brut Interstellar Elegant“

Von 1972 bis 1975 absolvierte Peter Schlangenbader eine Ausbildung in der Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin zum Porzellanmaler. Nach seiner Lehrzeit studierte er von 1976 bis 1982 Freie Malerei an der HdK Berlin und wurde Meisterschüler bei Martin Engelman. Beeinflusst durch die Kunstszene der »Neuen Wilden« um Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Elvira Bach, Karl Horst Hödicke und Walter Stöhrer hatte er Anfang der 80er Jahre sein „Coming-Out als Vertreter der Berliner Heftigen Malerei“.[Quelle: Wikipedia]

Ilia Castellanos, „Brut Interstellar Elegant“ von Peter Schlangenbader, 2021. Foto © Kerstin Jasinszczak

Schlangenbaders Konzept Brut Interstellar setzt sich mit der Weiterentwicklung der Menschheit auseinander. Dementsprechend zeigt das Bild „Brut Interstellar Elegant“ die gesellschaftliche Veränderung durch den immer umfassender werdenden Einfluss der künstlichen Intelligenz, der Robot-Technik, dem Cyberspace, sowie der Fusion mit interstellaren Lebensformen.

Peter Schlangenbader. „Brut Interstellar Elegant“, 2014.

Größe 2,00 x 2,50 Meter, Technik Öl auf Leinwand
Foto Hermann Ebling, Bildbearbeitung Evelyn Weissberg
Edition Friedenauer Brücke

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C4 präsentiert Sig Waller

Die außergewöhnliche und eigenwillige Malerin Sig Waller, Swansea, Wales, kommt nach rund 15 Jahren zurück nach Berlin, Sig Waller wohnte im aufregenden Berlin Mitte der 90er bis Mitte der 00er Jahre.

Ausstellungsansicht, Galerie Z22: „In Every Dream Home A Heartache“, © C4, 2021.
Sig Waller, „My Valentine“, 2018.

Es gibt keinen Künstler/keine Künstlerin in der Stadt, die seit ihrem Weggang ihren – durch Pop verklausurierten Tiefsinn und mit Humor besetzten – Platz einnehmen konnte. Ihr Hang zum Schönen vernebelt soziale Abgründe, in denen die Frau den zentralen Platz einnimmt und der Mann durch Abwesenheit glänzt. Lustig kann sich Waller trotzdem über beide Geschlechterrollen machen.

Auf einer anderen Seite gehört Sig Waller zu den Künstlerinnen, die tief aus der Kunstgeschichte schöpfen. So ist James Ensor (1860 – 1949, Belgien), einer ihrer musealen Inspirationsquellen, in den heutigen Rezensionen und Bildbesprechungen des Feuilletons nicht immer von Sig Wallers Bildanalyse zu unterscheiden.

Sig Waller, „Sunday Morning“, 2018.
Ausstellungsansicht, Galerie Z22: „In Every Dream Home A Heartache“, © C4, 2021.
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In Every Dream Home A Heartache

She will be back in Berlin.

Wallers Kunst befasst sich mit der vielzitierten Schattenseite des Alltags, den unsichtbaren Traum- und Trugwelten unseres Innenlebens. Sie bereist die trüben Randgebiete einer Kultur des Überflusses. Schwarzer Humor, das Karnevaleske des Lebens und das versteckt Makabre bringen uns eine süsse, verzerrte, fremde Perspektive und eine gute Portion Popkultur.

Vernissage, Freitag 1. Oktober 2010, 19:00 Uhr in der Galerie Z22.

Offizielle Einladung, SIG WALLER, Berlin 2021.

Die Künstlerin ist anwesend.

Sig Waller, geb. 1967 in Swansea, Wales, studierte Bildende Kunst & Kunstgeschichte am Goldsmiths College in London und der University of Brighton, England.

Ausstellungen [Auswahl]

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Petra Tödter, „Imiistschuld“

Auf der Grundlage geometrischer Strukturen konstruiert Petra Tödter farbige Wandobjekte, die immer in Gruppen aufeinander bezogen sind und durch ihre Anordnung an der Wand und im Raum diese neu ordnen. Tödter bemalt ihre Arbeiten mit stark farbigen Musterungen, die optisch über die eigentlichen Flächen hinausgehen. Ihre Farbformen haben einen Bezug zu Elementen der Architektur.

Petra Tödter, „Imiistschuld“, 2020.

In der Arbeit „imiistschuld“ aus dem Jahr 2020 wechseln sich mehrfarbig vollflächig bemalte und einfarbige Flächen auf jedem einzelnen Objekt des Vierteilers ab. Dabei zieht sich jede dieser leuchtenden und al­ter­nie­renden Farbe in die Muster hinein und springt zugleich auf die anderen Objekte über. Farbe wird rhythmisch durchdekliniert, die Größen der Objekte variiert.

Der humorvolle und heitere Ansatz in den Arbeiten Tödters zeigt sich ebenfalls in den Titeln. In diesem Fall trifft es einen berühmten Kollegen: imiistschuld. Ist er ja auch, ganz konkret.

Petra Tödter, „Imiistschuld“, 2020.

Kontakt über C4 Kunsthandel

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Anni Heuchel Punks

Anni Heuchel fand während des Lockdowns ihr Glück in den Wasserfarben, und schaffte Werke innerer Schönheit und wilder Gedanken.

Anni Heuchel, Berlin, 2021.

Die Entschleunigung unseres Lebens durch die Zeit der aktuellen Pandemie empfand Anni Heuchel anfangs wohltuend, im Laufe der Zeit dann stark deprimierend. Heuchel fragte nach den Reizen von außen, „wo bleibt der inspirierende Kuss der Muse?“ Sie fühlte sich wie viele junge Menschen alleine, isoliert, sozial vereinsamt. Den Ausweg fand die Kunsthistorikerin über die Bildende Kunst, als Zeichnerin und Malerin. Instagram machte die visuelle Recherche möglich.

Nina Hagen, Sven Regener, Rio Reiser, Aristoteles, Salome, Punks, die Créme de la Créme der musikalischen und philosophischen Elite standen Anni Heuchel zur Seite, um eine Werkserie mit eindrucksvollen Portraits zu schaffen. Nicht genug, dass die farbigen Aquarelle auf festem Papier voller Hingabe und Talent gemalt sind, sie fordert für die Grundeinstellung linker Geisteshaltung eine neue Wertigkeit, in dem sie diese Persönlichkeiten in neue Zusammenhänge stellt. (mehr …)

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DISTRICT 8

Mit District 8 gibt das Artlabel C4 der Versuchung nach, neue Formate für die Kunstvermittlung zu finden und richtet sich dazu mit seiner Aufforderung an Sammler und Kunsthändler, ihre Drohnen für den 1. Mai 2021 in der Hauptstadt zu platzieren.

District 8, 8 Tage | 8 Künstler, Berlin, 2021.

Einladung zu täglichen Eröffnungen No Openings

Vom 1. bis 8. Mai 2021, von 14:00 bis 18:00 Uhr
Oppelner Straße 34
10997 Berlin-Kreuzberg 36

Samstag 1. Mai: Jan Friedrich Malerei
Sonntag 2. Mai: Rainer Fetting Radierungen
Montag 3. Mai: René Wirths Malerei
Dienstag 4. Mai: Sig Waller Malerei
Mittwoch 5. Mai: Sebastian Mayer Fotografie
Donnerstag 6. Mai: Peter Schlangenbader Malerei
Freitag 7. Mai: Petra Tödter Konkrete Kunst
Samstag 8. Mai: Pedro Boese Konkrete Kunst

Der Ausstellungsraum ist für Drohnen mit Kameraausstattung geöffnet, was eine risikolose Begegnung mit der ausgestellten Kunst in Echtzeit gestattet. So kann jeder Sammler – aus Berlin oder Shanghai, Rio oder Dubai – exklusiv und bequem der Einladung zur Eröffnung von seinem Büro oder von seinem Sofa aus folgen und bis zum 8. Mai 2021 täglich die neuesten Kunstwerke von 8 international agierenden Künstlern betrachten. Dazu gibt es für die Sammler/Drohnenpiloten vollkommen ungefährdet die Möglichkeit zu Einzelgesprächen mit den Künstlern, Kollegen und Freunden. 8 Tage | 8 Künstler.

Ilia Castellanos und Kerstin Jasinszczak, Berlin, 2021.

In Anbetracht des Umstands, dass Kunstmessen ausfallen oder verschoben werden sollen es nun die unbemannten Flugobjekte richten. „Es kann im 21. Jahrhundert ja nicht so schwierig sein, eine Drohne innerhalb Berlins bis nach Kreuzberg zu lenken, um Kunst zu betrachten. Die Technologie muss es richten“.

Einige Regeln wird es allerdings für die unbemannten Flugobjekte geben, so ist der Einlass in den Raum nur jeweils für eine Drohne zugelassen und es wird von den Wartenden darum gebeten, sich der Reihe nach in der Nähe der Hauswand in angemessener Höhe aufzuhalten. Die Besuchszeit ist auf 20 Minuten beschränkt (x 8 Tage sind es 2 ½ Stunden!), WiFi ist vorhanden. Da die Ausstellung Modellcharakter besitzt, wird auch darauf geachtet, dass es zu einem geordneten Rückflug ohne Zwischenfälle kommt.

Die Ausstellung ist besuchbar wie in Museen unter Beachtung aller Corona-Maßnahmen.

  • tagesaktueller negativer Coronatest
  • FFP 2 Maske
  • eintragen in eine Besucherliste
  • 1, 5 Meter Abstand halten

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Up Date: Aus gegebenem Anlass der bundesweiten Corona-Notbremse, führen wir »ab Samstag, den 1. Mai 2021 in unseren Kunstpräsentationen „Verkaufs- und Arbeitsgespräche“ durch.« [C4]

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Pedro Boese

DISTRICT 8 präsentiert am Samstag, den 8. Mai 2021 „Joe“, ein Bildobjekt von Pedro Boese. Das 12-teilige Kunstwerk von 2013 besteht aus 40 x 40 cm MDF-Platten, Kunstharzlack und misst als Version I 200 x 120 cm.

Formaler Ausgangspunkt von Pedro Boeses Arbeiten ist der Kreis, ein universelles Symbol in fast allen Kulturen der Welt für die Unendlichkeit, der Kreis hat kein Anfang und hat kein Ende, er symbolisiert das Vollkommene. Diesen Anspruch verlagert Pedro Boese ins Ästhetische, zelebriert die geometrische Form als Wiederholung und lässt sie in konträren Farben miteinander kommunizieren. Doch alles Schöne bekommt auch bei Boese seinen Riss, im Falle der Arbeit „Joe“ sind es geometrische Formen die plötzlich fehlen könnten oder an ihren Enden unregelmäßig zerbrechen.

Pedro Boese, Joe Version I, 2013
Pedro Boese, Joe Version I, 2013

PEDRO BOESE
Pedro Boese ist Beira, Mosambik, 1972 geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Malerei und Tiefdruck an der Maastricht Academy of Fine Arts and Design in den Niederlanden und setzte sein Studium am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Bildenden Künste in Berlin fort. Von 2018 bis 2019 war er als Lehrbeauftragter für Tiefdruck an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin tätig und hat dort seit 2019 die künstlerische Werkstattlehre im Bereich Tiefdruck inne.

Boese hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Seine Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen wie im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, der Grafischen Sammlung des Museums Folkwang, Essen; im Kupferstichkabinett im Kunstmuseum Basel, CH; in der Sammlung Bosch Rexroth AG, Lohr am Main; in der Sammlung DONG, Kopenhagen, DK, sowie im Kunst- und Kulturzentrum Ponte de Sor, PT.

Seine kommende Ausstellung mit Aquatintas findet am 21. Mai 2021 im Kunsthandel Uekermann statt.

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Petra Tödter

DISTRICT 8 präsentiert am Freitag, den 7. Mai 2021 „8“, die neueste Objektgruppe von Petra Tödter, 2021, 71 x 87,5 x 11,5 cm, Sperrholz, Acryl.

Petra Tödters Arbeiten zeichnen sich durch ihren unverwechselbaren Stil und Präzision aus, die augenscheinlich bekannte geometrische Formen mit leuchtenden und al­ter­nie­renden Farbkombinationen verbinden. Die Formensprache erscheint durch geringfügige Variationen verspielt und verbleibt möglicherweise bald als klassische Kunst in Erinnerung. Durch die Titel ihrer Werke verschafft Petra Tödter für den Betrachter einen Zugang in ihre Welt der leichten Ironie und des Humors, gleichzeitig sind diese Anspielungen Anregung und Motivation für die eigene Fantasie.

„8“, 2021, 71 x 87,5 x 11,5 cm, Sperrholz, Acryllack, Pigment.
„Imiistschuld“, 2020, 86,5 x 104 x 18,5 cm, Finnpappe, Acryllack, Pigment.

BIOGRAFIE
1965 geboren in Glücksburg/Ostsee
1985-91 Studium an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK) bei Johannes Geccelli und Georg Baselitz, Ernennung zur Meisterschülerin
1989-90 Studium an der Ecole d’Art in Marseille, Frankreich
1990-91 Studium an der Escola de Artes Visuais in Rio de Janeiro, Brasilien
1992-93 Weitere Aufenthalte in Rio de Janeiro, Brasilien
lebt und arbeitet in Berlin

STIPENDIEN, FÖRDERUNGEN, NOMINIERUNGEN
2018 Nominiert für den 5. Internationalen André-Evard-Preis
2017, 2013  Aufenthaltsstipendium, Artists’ House Gjutars, Vantaa, Finnland
2012 Projektstipendium der Kone Foundation, Saari Residence, Finnland
2009  Förderstipendium der Käthe-Dorsch- und Agnes-Straub-Stiftung
2008 Aufenthaltsstipendium des Landes Brandenburg, Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
2006  Aufenthaltsstipendium der Gemeinde Wangerland, Künstlerhaus Hooksiel, Niedersachsen
1996  Stipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin
1989-90  Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerkes nach Marseille, Frankreich

MESSEBETEILIGUNG
2020 art KARLSRUHE 2020, Karlsruhe

„Walking through Metropolis“, 2019, 36 x 155 x 16 cm, Finnpappe, Acryllack, Pigment.
„Same but not the same“, 2020, 20 x 20,5 x 11 cm, Sperrholz, Acryllack, Pigment.
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Peter Schlangenbader

DISTRICT 8 präsentiert am Donnerstag, den 5. Mai 2021 das großformatige Bild „Brut Interstellar Elegant“, 2014, 200 x 250 cm, Öl auf Nessel von Peter Schlangenbader. Dieses Bild zeigt einen Teil des Schlangenbader-Universums, die gesellschaftliche Veränderung durch den immer umfassender werdenden Einfluss der künstlichen Intelligenz, der Robot-Technik, dem Cyberspace, sowie der Fusion mit interstellaren Lebensformen.

Peter Schlangenbader wird zu den Vertretern der Berliner Heftigen Malerei, wie die der Neuen Wilden, gezählt.

„Brut Interstellar Elegant“, 2014, 200 x 250 cm, Öl auf Nessel.
Foto: Hermann Ebling.

PETER SCHLANGENBADER
1953 in Berlin geboren, lebt und arbeitet in Berlin, 2013 Begründer der Künstlergruppe BRUT INTERSTELLAR, 2011 Mitbegründer des Künstlerkonglomerats “Trockenübung”, 2010 Begründer und Kurator der AKTionale, Das Nackte Sein, 2006 Preisträger des VBK Kunstpreises „Benninghauspreis“, 2004 Gründung der Künstlergruppe “Die 5. Ecke”, 2003 Gründung der Künstlergruppe “Schwarzmalerei”, 2002 Mitglied im Verein Berliner Künstler (VBK), 1995 Schlagzeuger u. Sänger der Experimental-Gruppe “Schlachtvieh”, 1992 Gründung der Rockband “Eisenstein” mit Heinz Brandenburg u. Lothar Maertins, 1991 Musikprojekt “Dr. Note” mit Uwe Temme, 1990 Mitglied der Kalendergruppe “12 Monate 12 Originale”, 1976-82 Studium an der HdK Berlin, Meisterschüler von Prof. Engelman, 1972-75 Ausbildung in der KPM zum Porzellanmaler

Das Konzept BRUT INTERSTELLAR
Es setzt sich mit der Weiterentwicklung der Menschheit auseinander. […] Die zukünftige Kultur wird eine culture-clash Revolution sein, eine Mischung aus Irdisch und Außerirdisch, die in sämtlichen Lebensbereichen eine extreme Veränderung und Bereicherung mit sich führt. Sozialphilosophisch, sprachlich, musikalisch, technisch; alle künstlerischen Bereiche werden, was das Wort, die Bedeutung und Tragweite von „KULT“ betrifft, eine Häutung durchleben, die vom heutigen Stand nur mit viel Fanasie, verbunden mit Mut, annähernd vorstellbar ist. Ich erarbeite mir meine Bildmotive über lange Zeiträume, denn obwohl sie sehr spontan-expressiv wirken, sind sie von mir vielfach übermalt worden, wobei die unterschiedlichen Farbschichten teilweise geheimnisvoll magisch durchschimmern. Es sind Wesen im Übergang, Mischmenschen, teilweise schon inner- oder äußerlich umgewandelt, um interstellar zu überleben.“

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